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Rückblick. 27. Oktober 2017
Empfang zum Österreichischen Nationalfeiertag
Staubedingt nicht ganz so pünktlich fing unsere Feier zum Nationalfeiertag mit  dem obligatorischen
Sektempfang an. Bei der Begrüßung durch Frau Anne-Marie Gunsam war unser Extrazimmer im
“Schützenhaus” aber wieder bis auf den letzten Platz gefüllt.
Es folgte, alles wunderbar und gut überlegt zusammengestellt von Pepi Rohringer, ein Video der
Festansprache unseres Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen. Er dankte u.a. der letzten
Regierung für die geleistete Arbeit , dem Volk für die 80%ige Beteiligung an der Wahl, die den Willen
zur Veränderung  deutlich zum Ausdruck brachte, und wünschte der neuen Regierung unter dem
voraussichtlich künftigen Bundeskanzler Sebastian Kurz eine glückliche Hand für die kommenden
großen Herausforderungen  auf dem Boden unserer Verfassung, der Solidarität und guter europäischer
Zusammenarbeit.
Danach folgte eine Filmcollage von Luftaufnahmen von “Unserem Österreich”, unter besonderer
Berücksichtigung von fast unbekannten Winkeln unserer Heimat. Wie z.B. das an der tschechischen
Grenze gelegene Raabs an der Thaya, den Renaissanceschlössern Schallaburg in der Wachau, Schloss
Tratzberg bei Jenbach in Tirol und Schloss Frauenstein mit seinen 7 Türmen bei St. Veit an der Glan in
Kärnten. In Wien: die Jugendstilkirche von Otto Wagner am Steinhof. Die barocken Benediktinerstifte
Göttweig und Kremsmünster mit dem ersten “Hochhaus” Europas, der Sternwarte aus dem 18. Jh.. Wir
“flogen” aber auch über eines der ältesten Wasserkraftwerke,  das 1925 gebaute Murkraftwerk in
Pernegg in der Steiermark, es wurde 2010 vollkommen renoviert und gehört heute zu den stärksten
des Bundeslandes. Nicht weit von Pernegg liegt Rossegers Waldheimat, das Alpl bei Krieglach, seine
Kindheitserinnerungen sind auch heute noch sehr lesenswert! Wir überflogen das laut Stefan Zweig
“verschwenderisch gebaute Salzburg” mit seiner Feste Hohensalzburg, die höchste Eisenbahnbrücke
Europas über die Drau bei St. Paul im Lavanttal - 96m hoch und 430m lang - und nicht zu vergessen
unsere traumhafte schöne Bergwelt wie den Dachstein, die Stoderzinken und Kammspitz bei
Gröbming, und, und, und…
Nach dieser eindrucksvollen und abwechslungsreichen Filmcollage folgte die 1. Strophe der
Bundeshymne mit passenden Bildern.
Langanhaltender Beifall!!
Erst jetzt “durfte” Frau Gunsum unsere Gäste aus Frankfurt begrüßen, Frau Jasmin Klein vom
Österreichischen Honorarkonsulat - Herr Dr. Hutter musste leider kurzfristig absagen - und den
österreichischen Handelsdelegierten Dipl.Volksw. Thomas Zarda.
Namens des Auslandsösterreicher-Weltbunds durfte Frau Gunsam Frau Gertrud Nägeli und Herrn
Josef Rohringer für ihre hervorragenden Verdienste um die Belange der Österreicher in Mainz
eine Ehrenurkunde Überreichen.
Der inoffizielle Teil begann mit der Eröffnung des Buffets, welches wieder reichhaltig und gut war und
es wurde lebhaft geplaudert - Stoff genug hatten wir ja!!
Ein würdiger  Empfang neigte sich gegen 22.00 Uhr seinem Ende zu.
Rückblick: 30. Juli 2018
“Unser Tirol”
vorgestellt von Dr. Hans-Herbert Gartner, Hon. Konsul a.D. und Josef Rohringer
Trotz der 33 Grad Außentemperatur - innen waren es nicht weniger - war unser Extrazimmer im Gasthof “Zum Bürgerhof”
um 19.00 Uhr sehr gut gefüllt und zwar mit 33 Österreicher/Innen. Lebhaft plaudernd  warteten wir auf den Beginn des Vortrags,
der auch nicht lange auf sich warten ließ.
Nach einer kurzen Begrüßung von Frau Anne-Marie Gunsam ergriff Herr Dr. Hans-Herbert Gartner das Wort und stellte sich als
in Berlin geborener gebürtiger Tiroler vor, sowohl väterlicher- als auch mütterlicherseits und noch dazu mit einer waschechten
Tirolerin verheiratet. Ein Heimatschein aus dem Jahre 1925 und der kurze Abriss der Familiengeschichte wurden zu Recht mit
Stolz  erwähnt. Danach kamen gleich die Fakten - jede Menge: Mittels Folien wurden wir über Lage Tirols, die Grenzen, die
Größe und die Einwohnerzahl 746.000 informiert. Die Hauptstadt ist Innsbruck mit 132.000 Einwohnern.
Es folgte die Geschichte - in Europa beginnt alles mit der Steinzeit!-- auch in Tirol. Die Entdeckung des Ötzi, der ca. 4000 v. Chr.
an der Grenze von Süd- und Nordtirol lebte, ist dafür ein markantes Beispiel. U.a. die Römer, die Ostgoten und die Bayern
eroberten im Laufe der Jahrhunderte das Land. 1363 vermachte Margarete Maultasch Gräfin von Tirol -  sie wohnte  auf Schloss
Tirol bei Meran, daher stammt auch der Namen des Bundeslandes - ihr Land  dem Habsburger Rudolf dem Stifter.
Ende des 15.Jh. verlegte Kaiser Maximilian I. die Residenz nach Innsbruck. Nach dem Sieg Napoleons 1805 wurde Tirol wieder
ein Teil Bayerns, kam aber endgültig 1814 an die Habsburger Monarchie. Nach der Niederlage im ersten Weltkrieg verteilten die
Siegermächte im Friedensvertrag von St. Germain Nord- und Osttirol an die neu entstandene Republik  Österreich. Südtirol und
Welschtirol kamen zum Königreich Italien. Dies veränderte sich auch nach dem 2. Weltkrieg nicht. Trentino-Südtirol ist heute eine
Autonome Region.
Es folgte die Landeshymne - das Andreas Hofer Lied - es beschreibt seine Hinrichtung nach dem Tiroler Volksaufstand von 1809
gegen die französisch-bayerische Besetzung.
Wirtschaft: Der Fremdenverkehr ist die wichtigste Einnahmequelle des Landes. Mit mehr als 50% Touristen nehmen die
Deutschen die Spitzenposition ein. Unbedingt zu erwähnen sind aber auch u.a. Swarovski Kristallglas in Wattens, Riedel Glas in
Kufstein, Adler Lacke und die Jenbacher Gasmotorenwerke.
Verkehrstechnisch ist Tirol leider ein Transitland - Brenner- und Inntalautobahn kennen wir alle!
Das Bundesland ist in 9 politische Bezirke eingeteilt: Innsbruck-Stadt und Land, Schwarz, Kufstein, Kitzbühel, Landeck Reutte, Imst
und Lienz in Osttirol.
Natürlich machte sich  Herr Rohringer wieder wahnsinnig viel Arbeit und fand zu all diesen wunderschönen Landschaften die
passenden Filmausschnitte und Bilder. Auch dadurch wurde  diesen Vortrag sehr kurzweilig und lebendig. Die Landeshauptstadt
mit ihren Sehenswürdigkeiten - dem Goldenen Dachl, der Maria-Theresienstraße mit der Annensäule, Schloss Ambras, Hofkirche
und Hofburg konnten wir u.a. in einem Filmausschnitt bewundern.
Tirol hat sich auch als Forschungs-und Wissenschaftsstandort international positioniert. Die Universität wurde im Jahre 1669 in
Innsbruck gegründet, neu gegründet wurde 2004 die Medizinische Universität. Ca. 30.000 Studenten bevölkern die diversen Institute. 
Trachten und Brauchtum, wie Sonnwendfeuer oder Almabtrieb, haben eine lange Tradition und werden bis heute gepflegt.
Kulinarisch lieben es die Menschen eher deftig: Tiroler Gröstl, Kaspressknödel,  Speckknödel und Osttiroler Schlipfkrapfen seien
als Beispiele genannt.
Nicht zu vergessen eine kleine Auswahl von in Tirol geborenen nationalen und Internationalen Persönlichkeiten.  An erster Stelle steht 
der Freiheitsheld Andreas Hofer. Es folgen die Maler Franz Defregger, Paul Troger und Albin Egger-Lienz. Der Grafiker Paul Flora, 
der Bildhauer Michael Pacher, der Erfinder der Schreibmaschine Peter Mitterhofer, der Dramatiker Felix Mitterer, der Architekt
Clemens Holzmeister, die Schauspieler Dietmar Schönherr und Tobias Moretti und die Skifahrer Toni Sailer, Pepi Stiegler, Ernst und
Hansi Hinterseer.
Am Ende des Vortrags wurden wir noch belohnt mit einer Rarität, Herr Dr. Gartner spendierte uns ein oder  mehrere Stamperln 
von einem wunderbar schmeckenden Tiroler Zirbengeist. Nicht nur die Verdauung des nun folgenden Abendessens war gesichert,
sondern auch der wohlverdiente Applaus für den gelungenen Abend und Dank von Frau Gunsam an die Aktiven.
dem Anlaß entsprechend - 100 Jahre Republik Österreich - haben wir diesmal unseren Nationalfeiertag
etwas glanzvoller gestaltet.                                                                                                                                   
Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel auf den Panorama-Salon des Hotel Mainzer Hof, für alle gut zu erreichen
und für ca. 60 Personen genau der  passende Rahmen für diese Feier.  Herr Dr. Hans-Herbert Gartner war uns
bei der Vorbereitung und Gestaltung des Abends eine große Hilfe. Er begleitete auch sehr gerne und sehr
professionell den Abend, angefangen von der Begrüßung bis zur Verabschiedung. Kurz nach 18.00 Uhr waren
alle Tischkärtchen von ihren Eigentümern auf den Plätzen verteilt, wir waren vollzählig. Herr Dr. Gartner
begrüßte uns und kündigte gleich den ersten Programmpunkt an: Das Flötentrio bestehend aus Renate Kehr,
Anna Römer und Claudia Friedrich spielten aus der "Musik für eine Flötenuhr" von Josph Haydn einen Satz.
Danach folgte die sehr gute Festansprache unseres Bundespräsidenten Alexander van der Bellen.     Genau zur
richtigen Zeit kam auch unser Überraschungsgast - der Oberbürgermeister unserer Stadt Michael Ebling. Ohne
Verschnaufpause trat er sofort gutgelaunt ans Rednerpult und referierte über die Vorzüge der guten
Beziehungen beider Länder. Gerade in Mainz arbeiteten und arbeiten viele Österreicher/Innen  sowohl in der
Hotelerie, als auch  an der Universtät und in Museen, sehr oft in leitenden Positionen. Der Einfluß ist nicht zu
unterschätzen. Das hörten wir natürlich gerne und auch wie wohl er sich in Wien gefühlt hatte, das er erst
kürzlich anläßlich einer Tagung besuchte.                                                                                                                     
Herr Dr. Gartner bedankte sich herzlich und leitete zum nächsten Punkt über, Musik stand auf dem Programm:
von Vincenzo De Michelis: "L'avvenire" (Die Zukunft), wieder von unserem Flötentrio dargebracht. Mit
herzlichem Applaus und Überreichung diverser Geschenke verabschiedete Herr Dr. Gartner die Musici.        
Mit großer Freude konnten wir dann  den Festredner, Herrn Honorarkonsul Dr. Stephan Hutter aus Frankfurt,
begrüßen.  In eindrücklicher Weise schilderte er uns die Entwicklung Österreichs vom Zerfall der
Donaumonarchie, den Schwierigkeiten der ersten Republik, Anschluß an Deutschland, 2. Weltkrieg und zweite
Republik. Auch die Gegenwart kam nicht zu kurz, der Beitritt in die EU 1995 und auch die Einflußnahme eines
so kleinen Landes wie Österreich auf die EU.                                                                                                           
Großer Applaus und ein herzliches Dankeschön von Herrn Dr. Gartner und Frau Gunsam.                                   
Die anschließende Bundeshymne leitete dann über in den inoffiziellen Teil: das Festliche Abendessen.
 
Rückblick:  29.Oktober 2018  -  Empfang zum Nationalfeiertag 2018
Rückblick:  28. Januar 2019
Die Österreicher in Mainz durften diesmal ein besonderes Highlight erleben:
Der ehemalige Lufthansa-Pilot Walter Baaz berichtete mit Lichtbilder über die
Geschichte der ersten Atlantik-Überquerung per Flugzeug.
Den Anfang machte 1919 die Auslobung eines Preises von 25.000$ von
Raymond Orteig. Diese Prämie sollte derjenige erhalten, der als erster den
langen Flug schaffte und zwar innerhalb von 5 Jahren. Das Problem waren
die Motoren - alle wassergekühlt - und deren Leistungsfähigkeit. Außerdem
fehlten natürlich die entsprechenden Startbahnen und die Wetterdaten für den
langen Flug.
Das Fazit: Es gab nur wenige Kandidaten - kaum geeignete Flugzeuge - so
nahe nach dem 1. Weltkrieg.  Auch durften keine deutschen Flugzeuge
- ehemaliger Kriegsgegner der USA - teilnehmen. In den fünf Jahren fand
kein Versuch statt. Raymond Orteig verlängerete daraufhin den “Orteig Preis”
um weitere fünf Jahre. Nun fanden sich 5 amerikanische Bewerber und ein
französisches Paar, das den Kurs Paris-New York nehmen wollte. Unter den
Amerikanern befand sich ein junger, praktisch unbekannter Postflieger-
Charles Lindbergh! Ein neuer luftgekühlter “Sternmotor” ein Wiright Wirkwind
des Konstrukteurs Charles Lawrance stand aber nun zur Verfügung.
Lindbergh ließ sich dafür ein eigenes Flugzeug (Spirit of St. Louis) konstruieren,
                                                                 für das er selbst Vorgaben machte:
                                                                 Möglichst geringes Gewicht und möglichst
                                                                 wenig Strömungswiderstand waren die
                                                                 Kriterien und es musste ein Einmann-
                                                                 flugzeug sein. Aus demCockpit hatte
                                                                 er keine freie Sicht nach vorne. Nachdem
                                                                 alle amerikanischen Mitbewerber vor-
                                                                 zeitig gescheitert waren, riskierte er
                                                                 am 20. Mai 1927 den Start nach Paris.
Und er schaffte es tatsächlich mit einen Flugzeug, ausgestattet mit nur wenigen
Instrumenten, in 33,5 Stunden Paris zu erreichen.
Die Franzosen, von Paris gestartet, - der Flug nach dem Westen war wegen der
Westwinde riskanter und zeitlich auch heute noch länger- erreichten nicht ihr Ziel
und ihr Schicksal ist bis heute ungeklärt.
Das war ein wunderschöner Abend mit Einblicken in eine fremde Materie, der
dem Vortragenden mit großem Applaus bedankt wurde.
                                                                                                       Gottfried Gunsam
Rückblick: 25.März 2019
"Unser Niederösterreich"
vorgestellt von Fritz Fahrner und Josef Rohringer
                             Unser Extrazimmer im Bürgerhof war um 19.00 Uhr bis auf den letzten Platz                                  
                             gefüllt, nur Josef Rohringer fehlte leider. Er muß sich einer größeren 
                            Operation unterziehen (gerne berichte ich, dass er die OP gut und   erfolgreich                                                 
                             überstanden hat und sich auf dem Wege der Besserung befindet). Frau Anne-
                            Marie Gunsam hat uns und den Vortragenden, Herr Fritz Farner, auf das
herzlichste begrüßt, und stellvertretend für ihren Mann führte uns Marianne Rohringer in den
Abend ein.        
Fritz Fahrner, kein gebürtiger Niederösterreicher, aber er zog schon in frühester Kindheit mit
den Eltern ins Waldviertel, wo diese einen holzverarbeitenden Betrieb leiteten. Wie sich im
Laufe des Vortrages herausstellte, ein heimatverbundener Niederösterreicher im besten Sinne.
Die Geschichte wurde im Schnelltempo absolviert, der Vortrag sollte ja nicht länger als 1
Stunde dauern! Die Besiedlung geht bis auf die Altsteinstein zurück, der berühmteste Fund ist
die Venus von Willendorf-ca. 25.000 Jahre alt. Die Römer waren da und gründeten die
Provinzen Noricum und Pannonien - Carnuntum ist eine sehr sehenswerte Ausgrabungsstätte.
Nach der Völkerwandung kamen die Langobarden und die Bajuwaren. Karl der Große besiegte
die Avaren und errichtete 799 die Awarische und die Karantinische Mark. 955 besiegte Otto I
in der Schlacht auf dem Lechfeld die Ungarn und gründete die Ottonische Mark, die 976 an die
Babenberger fiel. 1156 wurde die Markgrafschaft zum Herzogtum erhoben  (Privilegium
Minus).Nach dem Tod des letzten Babenbergers fiel das Gebiet an Ottokar II von Böhmen.
1278 besiegte Rudolf von Habsburg Ottokar in der Schlacht von Dürnkrut. Dies führte zur
Belehnung der Habsburger mit dem Land unter der Enns. Es folgten turbulente Jahrhunderte,
in denen das Land mit seiner Hauptstadt Wien immer mehr politische Bedeutung gewann,
aber auch sehr unter diversen Kriegen litt ( Türkenkriege, der 30-jähr. Krieg, Kriege gegen
Bayern, Franzosen und Preußen). Die Barockzeit war künstlerisch eine Blütezeit, es entstanden
Klöster und Schlösser,die noch heute das Bild Niederösterreichs  prägen. Im 19. Jh. erfogte im
Rahmen der Industrialisierung ein rasanter Ausbau der Infrastruktur (Semmeringbahn 1848).
Wien wurde in jeder Hinsicht zum Zentrum -geistig, kulturell, wirtschaftlich, politisch und
verwaltungstechnisch. 1918 nach dem Zerfall der Monarchie wurde Niederösterreich das
größte - 19.186 km2- und bevölkerungsreichste Land der neuen Republik Österreich.
Niederösterreich und Wien wurden 1922 zwei getrennte Bundesländer. Die Landesverwaltung
blieb aber nicht zuletzt aus finanziellen Gründen In Wien. Nach dem 2. Weltkrieg geriet das
Land unter russische Besatzung und startete nach dem Ende dieser 1955 eine gewaltige
wirtschaftliche Aufholjagd. Der Industrie- und Dienstleistungssektor wuchs rasant, der Anteil
der Landwirtschaft sank. Das Fehlen einer eigenen Hauptstadt wurde der Bevölkerung immer
bewußter und in einer Volksbefragung 1986 entschied man sich zu einer eigenen Hauptstadt -
St. Pölten. Mit Folien von Herrn Rohringer wurde dieser Teil des Vortrags ergänzt.
Ein bisserl Geografie: Niederösterreich wird traditionell in vier Viertel eingeteilt. Nördlich der
Donau das Wald- und Weinviertel, südlich der Donau das Most- und Industrieviertel-dieser
Name existiert schon seit 1750, wird aber wenig verwendet. Das Donautal gehört keinem
dieser Viertel an. Auch heute prägen diese Namen die Landschaft.  Ca. 80% des Landes werden
landwirtschaftlich genutzt (Äcker und Wälder). Seit 2001 gibt es eine fünfte Region, die Region
Mitte. Es wurden alle vier Teile etwas beschnitten und rund um die neue Hauptstadt entstand
die Region Mitte.  Herr Rohringer ließ es sich nicht nehmen, die Fakten mit wunderschönen
Filmen und Bildern zu ergänzen und zu bereichern.
Niederösterreich besitzt auch 4 Statutarstädte (bitte im Lexikon nachschlagen) - Krems, St.
Pölten, Waidhofen und Wiener Neustadt.
Auch geologisch hörten wir Einiges: u.a. von den Niederösterreichischen Voralpen, sie gehören
zu den Nördl. Kalkalpen. Von 1,3 Milliarden alten Graniten im Waldviertel, das zur Böhmischen
Masse gehört und ein weites Hochland ist .
Niederösterreich versorgt sich komplett mit erneuerbarer Energie. Erdöl und Erdgas wird im
Marchfeld rund um Zistersdorf gefördert (OMV).
Der Weinbau ist ein weiterer wichtiger Wirtschaftszweig. Vor allem im Weinviertel, der
Thermenregion und in der Wachau.
Der Tourismus gewinnt immer größere Bedeutung, diverse Ausstellungen, Festspiele und
Kulturdenkmäler tragen dazu bei. Auch dazu sehen wir Bilder.
Die Zeit wird immer knapper und so bleibt vieles unerwähnt. Niederösterreich kann man eben
nicht in einer Stunde abhandeln.
Beendet wird der Vortrag nicht nur mit viel Applaus und einem herzlichen Dank an die Aktiven,
sondern  auch noch mit einer Kostprobe von einem vorzüglichen Birnenschaumwein aus dem
Mostviertel! Sehr zu empfehlen.
 
Rückblick: 27. Mai 2019
Dialektvortrag: Med aana schwoazzen Dintn
Referent: Fritz Fahrner
Ziemlich pünklich um 19.00 Uhr war unser Extrastüberl wieder gut gefüllt. Frau Gunsam
begrüßte uns kurz und herzlich und gab das Wort  gleich an Herrn Fahrner weiter.
Unser Referent erzählte uns, dass die österreichische, besonders aber die Wiener Mundart
ihn schon immer interessierte und zu einem seiner Hobbies zählt. Wie sich dann auch gleich
herausstellte, beherrscht er sie  und  wir mußten alle sehr aufmerksam zuhören, damit
wir auch wirklich alles verstanden.
Er wählte für uns einen leichten Einstieg:  Peter Roseggers "Entdeckung Amerikas" .
Bei H.C. Artmann (1921-2000; war 1986 Mainzer Stadtschreiber) wurde es schon schwieriger.
Herrn Fahrner hat drei Gedichte  aus "Med ana schwoazzn Dintn" einem expressionistischen
Werk mit surrealistischen "schwoazzn Inholden" markaber und grotesk ausgesucht.
Da mußten wir schon ganz genau hinhören um alles zu verstehen!!
Danach hörten wir  aus dem Gedichtband "Aus der Kuchlkredenz" von Trude Marzik
(1923-2016) "Unterm Packpapier".
Von Anton Plattner (Wiener Heimatdichter 1921-1978) das Gedicht "Mozart".
Aus  Wiener Mundartgedichte "Mia lossn uns ned owedraan" von Anton Krutisch "Bananen".
Und zum Abschluß gab unser Referent einen eigenen Mundartvortrag "Salzburger"
zum Besten.
Unterlegt wurde die einzelnen Gedichte mit diversen Bildern der Autoren und deren Bücher,
zusammengestellt von Josef Rohringer.
Frau Anne-Marie Gunsam bedankte sich bei allen Aktiven.
Es war ein kurzweiliger, sehr heiterer Abend, trotz unserer fürchterlichen politischen Situation
in Österreich, die natürlich auch diskutiert wurde,  uns den Appetit aber nicht verdorben hat.
                                                                                                                                        G.N.